Hoffmann-Hammer-Trio

Chansons gepaart mit "Pfälzer Art"

Mittelbadische Presse vom 04.12.2006

 

Leise und besinnliche Töne als Vorfreude auf Weihnachten

Hoffmann-Hammer-Reinig-Quartett war das Sahnehäubchen im „Ku-Stall“

Rheinau-Freistett (red)fb).

Als „Abend der leisen Töne“ kündigten Martin und Despina Schütt das Gastspiel des beliebten Pfälzer Hoffmann-Hammer-Reinig-Quartetts an. Zum fünften Mal waren die Künstler aus dem südpfälzischen Neupotz im Stall zu genießen.

Im weihnachtlich geschmückten, urigen Bauernhaus waren Stille und Besinnlichkeit eingekehrt und die Vorfreude auf die schönste Jahreszeit war jedem Zuhörer anzumerken.

Mit einem variationsreichen Chansonprogramm von Nenas „Wunder geschehn“, Nana Mouskouris „Gib einem Kind deine Hand“ bis zu Stefanie Wergers „Alles, was zählt“ wurde ein stimmungsvoller Bogen wunderschöner Melodien gespannt. Man lehnte sich einfach zurück, schloss die Augen und war von den trefflichen Duettstimmen Inge und Klaus Hammers selig.

Im Rahmen dessen gab es auch Lieder der beiden Rheinauer Liedermacher Schütt („Europa“) und Birsner („Frühling im Winter“) zu hören.

Unaufdringlich und sehr filigran begleitete Paul Reinig an Hackbrett, Mandoline und Percussions und setzte mehrfach als Liedermacher und Texter Akzent.

„Zwä Pfälzer Gebete“

Das personifizierte „Sahnehäubchen“ des Abends: Erich Hoffmann, seines Zeichens Urpfälzer Dichter und Rezitator. Er verstand es trefflich, mit „Zwä Pälzer Gebete“ und zahlreichen Zitaten von Eugen Roth und Wilhelm Busch zum Schmunzeln anzuregen. Dabei durfte auch der „Bellemer Heiner“ nicht fehlen.

Im zweiten Programmteil war dann „Weihnachten global“ angesagt. Paul Reinigs „Es weihnachtet“ folgten Chansons und Weihnachtsweisen aus den USA, Chile, Italien und Frankreich. Sehr berührend sangen alle Künstler das Kinderlied „Mamatschi, schenk mir ein Pferdchen“.

Ein schöner Konzertabend fand seinen stimmungsvollen Abschluss mit Bonhoeffers „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ und diese Geborgenheit stand dem begeisterten Publikum buchstäblich ins Gesicht geschrieben.

Mehrere Zugaben wurden erklatscht und mit „Nehmt Abschied Brüder“ und Martin Schütts „Der Mond ist aufgegangen“ wurden die Stallbesucher hinaus in die mondhelle adventliche Nacht begleitet.

 

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